Die Welle
Nur eine kleine Notiz zu dem Film:
Ich wünschte, ich könnte die Zeit zurückspulen und meine Deutschlehrerin in den Film schicken, als wir grad den Vorleser gelesen hatten. Damals hatten wir darüber diskutiert, ob man das Schicksal der weiblichen Hauptrolle verstehen kann oder ob man sie verurteilt. Mein Standpunkt war: Klar, heute können wir alle sagen, dass wir nicht mitmarschiert wären bei den Nazis, aber damals sah das ganze anders aus: Angst, Gewalt, Terror… wer hätte schon den Mut gehabt?
Matsch, war ich der Nazi. Andere haben mich unterstützt, aber geholfen hats mir an dem Tag natürlich nichts. Und das mir als Gruft. Zumindest hat die Welle meinen Standpunkt einmal mehr bewiesen.
Gruselig, dass ich einen aus meiner Klasse haargenau wiedererkannt hab. Genau, meinen ‘Fan’, der zum Glück nicht mehr mein Fan ist. Brav!
…Anschauen! HoppHopp!
Tags: der Vorleser, Ich habs doch gesagt, Kino, Nazis
QueerCinema
Nur eine kurze Notiz, nachdem ich heute zum zweiten Mal mit Mara im QueerCinema war. Das ist ein spezieller Filmabend im Cinemaxx Braunschweig. Einmal im Monat (am ersten Montag jeweils) wird dort ein Film gezeigt, der mit Homosexualität zu tun hat, schwul und lesbisch immer im Wechsel. Muss ich dazu sagen, dass es die schwulen Filme waren, die wir gesehen haben?
Auf den heute hatte ich mich besonders gefreut, weil es ein isländischer Film ist. Nachdem ich einen Charakter aus Island hab kommen lassen, fand ich es interessant, das Land mal ein wenig kennenzulernen, mit dem ich da so lockerflockig umgehe in meiner Geschichte.
Inzwischen denk ich, ich sollte ihn vielleicht aus einem anderen Land kommen lassen. Ich versteh den Film nicht. Die Story schon, aber vieles, was wohl witzig sein sollte… na, wir hatten zumindest Spaß am kommentieren, und der Kerl neben Mara schien auch seinen Spaß daran gehabt zu haben.
“11 men out” hieß der Film btw - und ich bin vermutlich nicht für isländischen Humor gemacht. I don’t get it. Vielleicht sollt ich mir einen ‘ernsthaften’ isländischen Film anschauen, um zu merken, inwieweit der überzogen ist (was er augenscheinlich war).
Zumindest eine Person hatte merklich Spaß, und das zum Teil wahnsinnige Lachen war auch irgendwo unterhaltsam. Und creepy wie die Bibliothek, in der Mara arbeitet. Kein Wunder, dass ich keine creepy Geschichten zustande kriege, mein Umfeld stimmt einfach nicht. Oder ich kann einfach keine creepy Orte und Situationen auf eigene Faust entdecken.
So oder so: der nächste Gaiman wird nicht aus mir. Schade.
Und erfolgreicher Fachabiturient wohl auch nicht, wenn ich nicht mich, meine Kopfschmerzen und den Rest der Erkältung bald ins Bett packe.
Ich sollte die Short-Filmreviews wieder anfangen… wenn ich mal Zeit habe und mir nicht auf Anhieb 10 Dinge einfallen, die wichtiger sind.
Wie zum Beispiel, jetzt aufzuhören und einfach ins Bett zu gehen. Und hoffentlich nicht von seltsamen isländischen Familien zu träumen, die arg.. verstörend waren.
Tags: Braunschweig, Island, Kino, krank sein nervt, Mara, not creepy enough, QueerCinema, was ein tag