Der Mann mit den Bananen
Seltsame Begegnungen ereignen mich hauptsächlich an Bahnhöfen - so auch heute, wo ein Mann deutlicher arabischer Herkunft sich bemühte, herauszufinden, welchen Zug er nehmen sollte. Ich fühlte mich spontan an den Ausflug nach Tschechien letztes Jahr erinnert, wo ich die Fremde war, die ihren Zug suchte (und natürlich kein Tschechisch sprach ). Dreimal musste ich heute verneinen, das ist nicht der richtige Zug- bis er dann kam. Zum Dank schenkte der Mann mir eine
Banane - und wollte sich im Zug auch noch neben mich setzen. Das hatte ich zum Glück schon geahnt und mich auf meinem Zweisitzer breit gemacht. Er setzte sich dann auf den 4er neben mir und ließ mich in Ruhe (nachdem ich ein Fladenbrot danken ablehnte ). Er war ganz lieb, aber diese Aufdringlichkeit finde ich immer suspekt. Na zumindest saß er im richtigen Zug, ich stieg eine Viertelstunde später sowieso wieder aus, und habe meine gute Tat für heute getan.
Heute habe ich es auch endlich geschafft, Songtexte zu schreiben. Anderthalb sind fertig (und mit fertig meine ich, dass ich sie nächste Woche noch einmal überarbeite… ), more to come. Den ersten kann ich hier schon mal präsentieren. Aber zunächst möchte ich auf einen Artikel zu unserer Ausstellung hinweisen, der ziemlich eindeutig meine Rede zitiert, ohne mich irgendwo zu erwähnen. Na herzlichen Dank.
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Tags: 5 Minuten Ruhm, Ausstellung, Bahn, Bananen, Das Auge ist eine Kugel, das Loch im Zaun, Ins als Dichter, Ins als Songwriter, Inspiration, Mrs Engagiert to the rescue, Narrenfreiheit, Prüfungen, Schule, was ein selten kreativer Tag
“Ich bin ja nicht nachtragend…”
Personen, die auf der Seite “des Volkes” standen, wurden immer enttäuscht. Sie stellten fest , dass das Volk undankbar war und Bemühungen um die Befreiung desselben kaum zu schätzen wusste. Hinzu kam die Neigung, weder modern zu denken noch gehorsam zu sein. Das Volk war vielmehr engstirnig, konservativ und nicht sehr intelligent. Es begegnete der Intelligenz sogar mit Argwohn. Deshalb standen die Kinder der Revolution vor dem alten Problem: Sie hatten nicht nur die falsche Regierung, sondern auch das falsche Volk.
Das ist ein Stück aus einem Terry Pratchett Buch, das ich gerne zitiere. Weil es stimmt. Wie oft habe ich schon versucht, irgendwas zu verbessern, oder irgendwelche Beschwerden in die Hand zu nehmen, zu denen sich sonst niemand berufen fühlte? Und immer vergebens, wenn die, die am lautesten schreien, sind hinterher jene, die sich auf gar keinen Fall an etwas neues gewöhnen wollen.
Dieses Mal ist es wohl eher die Regierung, die mich enttäuscht hat. Vielleicht auch die Welt an sich. Nach dem Mathechaos frag ich mich, warum ich eigentlich überhaupt noch irgendwo irgendwas sage.
Ja, ich darf die Klausur nachschreiben. Aber nicht nur ich, sondern wir alle. eine schwerere, oh, und die Prüfung wird auch anspruchsvoller. Der Vortrag heute in der Mathestunde war eindeutig. Wutz ist sich keines Fehlers bewusst, ich habe alles nur unnötig aufgebauscht, und wer etwas gegen die neue Schwierigkeit der Klausur einzuwenden hat, möge sich bitte an mich wenden. Natürlich tut es keiner, weil alle auf meiner Seite sind. Das war es ja nicht, was ich erreichen wollte. Ich wollte nur Gerechtigkeit. Was ich kriege, ist das totale Chaos. Die Lehrer an unserer Schule sind in zwei Lager getrennt, pro Wutz und contra Wutz. Die Kolle is am Ende, weil sie irgendwie alles abkriegt. Als hätte sie nicht sowieso schon genug am Hals. Und Wutz kommt ungeschädigt durch und schwingt große Reden.
Nach der Stunde meinten mehrere, dass sie bei dem Vortrag angefangen hätten zu weinen. Oder raus gegangen wären. Das hab ich unterdrückt - denn das wollt ich ihr nicht geben. Da konnte sie indirekt auf mir rumhacken, soviel sie wollte. Da konnte sie auch Lachen und alles runterspielen, wie sie wollte. Das war definitiv meine letzte Mathestunde mit ihr. Montag schreiben wir die Klausur (wo ich nicht nur alles auswendig lerne, sondern auch stur auf mein eigenes Blatt starre, um ihr ja keinen Angriffspunkt zu geben), danach sind Feiertage, ein Tag, wo wir nur Deutsch machen… und die letzte Mathestunde und der Mathetag liegen direkt nacheinander. Ich glaube, da werde ich irgendeine mysteriöse Krankheit haben. Mir ja egal. Die Noten sind dann schon geschrieben. Die kann mich mal.
Schlussendlich hab ich alles nur schlimmer gemacht. Da soll man mal sagen, dass man alles erreichen kann, wenn man nur will. Was hab ich erreicht? Nichts von dem, was ich wollte - aber viele Dinge, die ich niemals wollte. Was sagt uns das?
Gerechtigkeit ist nicht mehr das, was sie einmal war.
Und ich werde ab sofort meine Klappe halten. Hat doch alles keinen Zweck.
Tags: arg, Frustrierend, Hassfächer, Ich bin ja nicht nachtragend, Ich und meine große Klappe, Ins der Rebel mit der Mitleidsmasche, Klausurenterror, Mathestress, Na danke, Revolution? Vergiss es, Schule, unfair, Wutz
Listening to: Trans-Siberian Orchestra - This Is Who You Are
24. April 2008 | Gaga.Welt | 0 KommentareManche Tage…
…sind einfach nicht wahr. Man weiß schon von Anfang an, dass sie scheiße werden, und man steht trotzdem auf. Oder ich zumindest. Sowas!
Als die Rock Show auf BFBS letzte Nacht mit dem Poet and the Pendulum schloss, schlief ich mehr oder weniger zufrieden grinsend ein. Eigentlich logisch, dass der Tag danach so mistig sein muss.
Dabei lief doch sogar der Stardust Song von Take That…
Es reicht ja auch nicht, dass ich im Zug keine Sitzplatz mehr kriege und dann auf der Treppe herumhocke mit irgendwelchen Idioten im Rücken. Meine Formulierungen an diesem Tag sind grauenvoll.
Und dann war da noch der liebe Tramfahrer, der sofort, nachdem die Türen aufgingen, die Sperre wieder aktivierte und die Leute zwar ausstiegen, aber kaum einen einstiegen ließ. Fassungslos starrten wir dem Fahrzeug hinterher, als es nicht mal eine Minute gehalten hatte. Was soll sowas denn bitte?
Und dann auch noch statt Mathe und Sport vier Stunden Kunstgeschichte. Arg.
Klar, ich mag Mathe nicht, aber das ist Zeit, die ich mit Schreiben hätte verbringen können. Mit meinen heute so gar nicht ausgereiften Formulierungen.
(Was mich wieder zu den Trauben des Dionysos bringt.. aber nun ja)
Und Sport… Ich wünschte, jemand hätte mir wenigstens Bescheid gesagt, dann hätt ich das ganze Zeug nicht mitgeschleppt. Und nach dem Fressflash gestern hätt ich ein wenig Bewegung vielleicht gebraucht.
Ach, egal.
Mehr Schoki!
Tags: arg, BFBS rockt, Fächerchaos, kann mir mal bitte jemand Bescheid geben?, Kunstgeschichte, Nightwish, Scheiß Öffis, Schoki als Liebesersatz, Schreiben
Listening to: Nightmare before Christmas - Hier in Halloween
19. November 2007 | Gaga.Welt | 0 KommentareBahnstreiks
Schüler sind wohl die einzigen Menschen, die an den Bahnstreiks wirklich gefallen finden (wenn man nicht gerade Klausuren darüber schreibt… ). Immer, wenn ein Bahnstreik angekündigt ist, wackel ich zum Bahnhof und warte, dass mein Zug ausfällt.
Und was passiert?
Sie fahren. Immer.
Ein morgendlicher Blick auf die Bahnwebseite lässt keine Einschränkungen auf meiner Strecke erkennen. Wohl aber, wenn man in ein anderes Bundesland schaut. In NRW ist der Biefeleld/ Rheine - Braunschweig angeschlagen - möglicherweise kann es zu Verzögerungen kommen. Warum schreiben die das nicht auch bei Niedersachsen rein? Wie viele Pendler aus Hannover und Peine schauen bei NRW?
Ich werd auf jeden Fall zum Bhf zuckeln, wenn ich nix anderes höre, und darauf warten, dass mein Zug wenigstens Verspätung hat. Was er wieder nicht haben wird.
Zugchaos gibts bei mir immer nur, wenn ichs nicht gebrauchen kann - zum Beispiel, wenn man sowieso schon 12 Stunden unterwegs sein soll und das ganze auf 24h hochgeht… aber nicht, wenn eine langweilige Schulstunde gekürzt werden könnte.
Das wäre zu einfach.
Korrektur: Ich sehe grade, dass mein Zug ausfällt… dass man erst bei Kirchhorsten schauen muss, um so etwas rechtzeitig zu erfahren…
Ich werde trotzdem zum Bhf wackeln und schreiben. Viel schreiben. Viiiiiel schreiben.
Und mir vielleicht einen Kaffee besorgen, sollte ich um 9 da noch immer sitzen.
Tags: Bahnstreik, frühmorgendliches Bloggen, menno, unfair
Listening to: Der Weg nach El Dorado - The trail we blaze
12. Oktober 2007 | Gaga.Welt | 0 Kommentare